Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele
Institut für Produktionsmanagement und Werkzeugmaschinen (PTW) an der TU-Darmstadt
Geb. 1953 in Schwäbisch Gmünd
Verheiratet, 2 Kinder
Berufsweg:
| 1973-1977 | Studium Maschinenbau an der TU Stuttgart |
| 1977-1986 | Wissenschaftl. Mitarbeiter und Oberingenieur am Fraunhoferinstitut IPA in Stuttgart |
| 1983 | Promotion |
| 1986-1990 | Leiter Fertigungsplanung bei Fa. Stihl in Waiblingen |
| 1990-1999 | Leiter Fertigungstechnik und techn. Führungsfunktionen bei Fa. Bosch in Bühl, Barcelona, Genf |
1999
| Ruf an die TU Darmstadt und Direktor des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen |
| 2004 | Preisträger hessischer Innovationspreis
|
| 2006 | Gründer der Prozesslernfabrik (Preisträger im Wettbewerb "Deutschland - Land der Ideen") |
| Seit 2007 | Mitglied des Beratungskreises "Produktion" für das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) |
Seit 2002
| Projekte im Bereich der energieoptimierten Produktionsanlagen und Werkzeugmaschinen |
Institut für Produktionsmanagement und Werkzeugmaschinen (PTW) der TU-Darmstadt
Das PTW forscht und arbeitet auf den Gebieten der Energieeffizienz spanender Werkzeugmaschinen und übergeordneter Prozessketten zur Herstellung metallischer Erzeugnisse. Im Bereich der Werkzeugmaschinen hat das PTW folgende Schwerpunkte:
- Simulation des Energiebedarfs
- Methoden zur objektiven Bewertung der Energieeffizienz von Werkzeugmaschinen und Komponenten
- Optimierung des Energiebedarfs von Hauptspindelantrieben
Ziel der Simulation ist es, zum einen in der Auslegung von Maschinen vor der Konstruktion die Auswahl energieeffizienter Aggregate zu ermöglichen und zum anderen bei der Auslegung für eine konkrete Fertigungsaufgabe weitere Potenziale wie z.B. durch eine intelligente Ansteuerung zu heben. Hintergrund ist zum einen, dass eine Vielzahl energieeffizienter Komponenten auf dem Markt verfügbar ist, aber aufgrund mangelnder Transparenz des Energieverbrauchs bei zumeist höheren Anschaffungskosten häufig bei der Entwicklung von Maschinen nicht berücksichtigt werden. Zum anderen findet heutzutage vielfach eine Überdimensionierung der Aggregate statt und auch bei der Ansteuerung der Komponenten werden Energieeffizienzkriterien selten berücksichtigt. Ziel der Arbeiten im Bereich der Hauptspindelantriebe ist es, die Effizienz des Gesamtsystems Hauptspindel in einer Werkzeugmaschine zu verbessern. Dabei setzt das PTW vor allem in den Themenfeldern elektrische Antriebsspeisung und verlustminimierte Spindelkomponenten an. Im Bereich der elektrischen Antriebsspeisung soll durch den Einsatz neuartiger Regelalgorithmen vor allem die Effizienz der Antriebe beim Betrieb im Feldschwächbereich erhöht werden und die Verlustleistung der Spindel durch den Einsatz eines Ausgangsfilters, bestehend aus Kapazitäten und Induktivitäten, reduziert werden. Im Themenfeld der verlustminimierten Spindelkomponenten wird z.B. bei der Lagerentwicklung der Einfluss der Belastung auf die Verlustleistung mittels eines Prüfstands untersucht, um Ansätze zu deren Minimierung zu identifizieren.
Im Bereich der übergeordneten Prozessketten beschäftigt sich das PTW vor allem mit der Entwicklung von Bewertungsmethodiken zur Energie- und Ressourceneffizienz, bietet jedoch auch ein breites Spektrum an Dienstleistungen wie z.B. die Durchführung von Energie- und Stoffstromanalysen oder Ökobilanzstudien an.
Zu den Forschungspartnern des PTW gehört neben zahlreichen Herstellern von Maschinen und Komponenten auch eine Vielzahl namenhafter Betreiber von Werkzeugmaschinen der deutschen Industrie.